Wege aus dem Bauhaus

Gerhard Marcks und seine Freunde

26.11.2017 bis 04.03.2018

Oskar Schlemmer
Abstrakte Figur, 1921 (1962)
Bronzeguss, vernickelt, 
<br>mumok -  Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
<br> 
<br>Gerhard Marcks, Jüngling, 1921, 
Holz, vergoldet,
Privatbesitz, Foto: Karen Bartsch

Oskar Schlemmer
Abstrakte Figur, 1921 (1962)
Bronzeguss, vernickelt,
mumok -  Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
 
Gerhard Marcks, Jüngling, 1921, 
Holz, vergoldet,
Privatbesitz, Foto: Karen Bartsch

Adresse:
Gerhard Marcks Haus
Am Wall 208
28195 Bremen
Beschreibung:

Sein Ruf war legendär. Das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus prägte Architekten, Maler, Designer. Der Bildhauer Gerhard Marcks (1889–1981) gehörte zu den ersten Lehrern der wohl berühmtesten Kunstschule 

der Moderne, entwickelte gemeinsam mit Kollegen und Schülern wie , Oskar Schlemmer, Theodor Bogler, Otto Lindig oder Marguerite Friedlaender-Wildenhain die Idee, alle Künste durch das Handwerk zu erneuern. Marcks proklamierte individuelle Modell- und Versuchsarbeit und wirkte damit einer rein auf die Industrie konzentrierten Produktion entgegen. Die Ausstellung erinnert an dieses Netzwerk, dessen Strahlkraft über Weimar hinaus bis in die USA reichte.

Anhand von 21 Künstlern und über 150 Exponaten (Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Keramiken, Metall-arbeiten und Möbel) zeigt die Ausstellung wie Ideen am Weimarer Bauhaus entstanden, die Vielfalt der Ansätze nebeneinander bestehen konnte und wie sie sich von dort aus weiterentwickelten. Als sich 1923 der Kurs der Schule in Richtung von Industriedesign änderte, gehörte Marcks zu den schärfsten Kritikern. Zwar lehnte er Design nicht grundsätzlich ab, aber die Idee, dass jeder Mensch sich individuell entwickeln konnte, war ihm wichtiger als eine auf die Bedürfnisse der Industrie ausgerichtete Ausbildung. Diese Haltung war antiformalistisch und da das Bauhaus als ganz modern galt, schien Marcks konservativ. Und genau das wäre heute neu zu durchdenken. Denn aus einer anderen Perspektive heraus gesehen, blieb diese Haltung höchst modern, da sie Leben, Arbeit und Ästhetik über die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand verband.


Eine Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar und des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen, in Kooperation mit dem DFG-Projekt »Bewegte Netze« anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses im Jahr 2019.

Sparten:
Bildende Kunst, Design, Architektur